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die
aktuelle cd "potwal" gibt es [hier]
zum durchhören.
[Susi
Stanzl, GERM] über "potwal":
Für alle da
Schon alleine das süße Artwork macht in das Debütalbum
von Marynade verliebt. Gelb, papieren, Verziert mit Potwalen und kleinen
schwarzen Herzchen im Booklet. Aber egal, hören tut frau/man mit
den Ohren.
Auf den 15 Tracks von „Potwal“ versammeln sich TripHop, Dub,
Funk, Jungle und auch ein kleines bisschen Ska. Die Stile lösen einander
häufig innerhalb einer Nummer ab. Auf einen flinken, tanzbaren Part
folgt ein besinnliches Querflötensolo. Für letzteres sorgt im
übrigen Maria Augustin, wenn sie nicht gerade singt.
Auf textlicher Ebene ist es ganz ähnlich: Der Song „Mein Teppich“
besteht schlicht aus einer Aneinanderreihung von Kindergedichten und bekannten
Sprüchen. „Go away, stay“ beispielsweise ist dafür
ein eher typisches Beziehungskistenstück. Wenn Maria nicht gerade
Worte auf Englisch, Deutsch bzw. manchmal auch auf Steirisch produziert,
so jault sie oder macht undefinierbare Geräusche und gurgelähnliche
Laute (höre hierzu „Pillow“). Die Stimme wird hier als
Instrument genutzt.
Das Schöne und Rare an „Potwal“ ist, dass da fünf
Profis am Werk sind, die aber nicht abgehobene Musik für MusikerInnen,
sondern, wenn auch manchmal skurrile, experimentelle, so doch unterhaltsame
Musik für das allgemeine Ohr machen. Auf der Nummer „Bass beginnt
alone“ erinnert Maria selbst daran: „Das ist Tanzmusik."
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